
WOLFGANG PARKER - ROOM NINETEEN

Haben sich am Swingexperiment bereits Urgesteine der Popwelt wie Alt-Boygroupler Robbie Williams den Zinken mächtig angehauen, zeigt Wolfgang Parker all jenen Knaben wie eine Fusion aus Jazz Swing und Punkrock zu klingen hat und tritt damit zünftig zwischen tanzende Gebeine gezielt in den Sack. 'Room Nineteen', eigentlich eine Compilation aus bereits erschienenen Alben der Bass zupfenden Frontsau, macht keine Gefangenen, dafür wäre denn auch keine Zeit. Zwischen dem Opener 'Among The Ash Heaps (And Millionaires)' und 'It Always Ends', knüppelt Mr. Parker einen Schuss nach dem nächsten aus den Saiten. Gut, sicherlich schwächelt auch hier hin und wieder die Niveaumaterie, aber das bemerkt man gar nicht. Auf zu erwartende Blechbläserei wird vollständig verzichtet und Teenieschwarm Attitüde sowieso. Der Mann befeuchtet allein mit stimmlicher Sexiness die Höschen jeglichen Gefolges und lauscht man den lyrischen Ergüssen genauer, stellt sich auch keine Frage mehr nach Inspiration aus dem Leben im Rock n Roll Zirkus. Hier wurde nicht geträumt, sondern mitgenommen und das anscheinend ordentlich. Allein für 'Whisper Something German (In My Ear)' 10 von 10 violenten Punkten.
