TYING TIFFANY
Selfmade-Woman a`la carte

Sich in den verschiedensten Bereichen des kreativen Business zu etablieren, haben neben hier nicht erwähnenswerten Soapsternchen auch schon diverse andere Größen der kulturellen Gemeinde mal mehr mal weniger erfolgreich versucht. Ein Beispiel, wie es in gewisser Perfektion funktioniert, zeigt uns jener Tage eine junge Dame aus Italien. Ausgestattet mit dem hübschem Namen 'Tying Tiffany' schickt sie sich an, dem Begriff Allround-Künstlerin eine ganz neue Bedeutung zu geben und scheint das kreative Gen tatsächlich mit dem großen Pastalöffel geschluckt zu haben. Nach dem musikalischen Debut 'Undercover' zweitausendundsechs, steht seit Anfang diesen Jahres nun die zweite Langrille 'Brain For Breakfast' der Öffentlichkeit zu Gehör und wurde auch bei dieser Produktion das DIY ganz groß geschrieben. Gerade noch diente Fräulein Tiff dem Electro-Rock-Meister 'Alec Empire' für einige Shows als Sidekick, nahm sie sich kaum zuhause angekommen die Zeit, uns zwischen den Planungen einer Welttournee und nächsten Remix-Releases die wichtigsten Fakten zu Lifestyle und neuem Output zu offerieren. Wir lauschten fromm.

Tiffany über künstlerisches Multitasking

Den Rock 'n' Roll way of life habe ich eigentlich seit meiner Jugend verfolgt. Ich bin lange durch Europa gereist, habe mit ganz verschiedenen Künstlern performed und währenddessen in Undergroundbands vor wirklich kleinem Publikum Bass gespielt und gesungen, oftmals auch in besetzten Häusern oder auf Raves. Die Musik ist es, an die ich wirklich glaube und die ich liebe. Die Schauspielerei und meine Modeljobs waren eher als Spaß gedacht um mich als Künstler vollständig zu fühlen.

...die Suicide Girls*


Fotografie interessiert mich persönlich sehr, aber mit einer anderen Sichtweise auf Ästhetik, entfernt von den gewöhnlichen Klischees. Dafür stehen die 'Suicide Girls' zusammen mit wirklich guten Musikfeatures. Es ist eine alternative Richtung in der Kunst. Daher bin ich sehr stolz ein Teil davon zu sein und zu wissen meine Leidenschaft mit anderen Mädels zu teilen.


...'Brain For Breakfast'


Die Songs des Albums habe ich alle selbst mit dem Bass und meinem Laptop geschrieben. Lediglich in der letzten Phase haben Produzent und Tonmeister noch Hand angelegt um dem Ganzen den letzten Kick zu geben. Mein Debut war ja eher einfach und impulsiv gehalten, das passte sehr gut in die Sparte Electroclash. 'Brain For Breakfast' ist dagegen definitiv anders, eine andere Art von Konzept. Es hat eine Menge Zeit gekostet sich um die Details und Kompositionen zu kümmern, wie alles was sich entwickelt oder verändert. Der Stil ist sicher mit meinen ersten Begegnungen im elektronischen Bereich verbunden, das waren EBM, Industrial und Wave. Ich denke, dass diese Anfänge bis heute noch großen Einfluss auf mein Songwriting haben. Den Titel des Albums habe ich in Anlehnung an den Film 'Breakfast At Tiffany' gewählt und wollte eine etwas grausamere Version davon darstellen.


...Inspiration und Neue Wege


Ich liebe es mich selbst weiter zu entwickeln, da ich schnell von einem Stereotypendasein gelangweilt bin. Wenn ich so etwas tue, mich also selbst so darstelle, dann nur weil ich mich selbst auch nicht zu ernst oder wichtig nehme. Mir gefällt im Übrigen die Vorstellung des menschlichen Gehirns als eine Art Behälter voller Fantasie, da ich selber in einer eigenen Welt lebe, einer Art fantastischen Parallelität und sämtliche Eindrücke aufsauge wie ein Schwamm. Das können Filme, Bücher oder Menschen sein. Ich zwinge mich nicht dazu, all diese Sachen zu tun oder versuchen. Das ist einfach mein Leben wie ich es gestalte. Es gibt so viele Dinge, die es zu entdecken gilt und es ist doch schön zu sehen, wie man auch sich selbst immer aufs Neue überraschen kann. In der Arbeit, wie auch als Mensch.



Der Klick zur Versuchung


www.myspace.com/tyingtiffany

* www.suicidegirls.com







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